
Die gemeldeten Daten fließen in eine wissenschaftliche Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein, denn es gibt bisher keine verlässlichen Zahlen zu den Beständen der beiden Tiere in Deutschland. “Gemeldet werden soll auch, wenn man tote Tiere findet, etwa auf der Straße”, so Seidel.
Wer etwas für Igel und Maulwurf tun möchte, sollte seinen Garten naturnah gestalten und beispielsweise das Herbstlaub im Garten liegen lassen. Es kann auf den Beeten oder unter Gehölzen ausgebracht werden und dient den Igeln als Winterquartier. Seidel: “Darüber hinaus überwintern im Laub Insekten, die für Igel und Maulwürfe eine wichtige Nahrungsquelle sind.”
“Deutschland sucht Igel und Maulwurf” ist ein gemeinsames Projekt von Deutscher Wildtier Stiftung, NABU|naturgucker, Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, Deutscher Gartenbau-Gesellschaft 1822, NABU und Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV). Ziel der Meldeaktion ist es, möglichst viele Daten zu den beiden Tieren zu sammeln und mittel- bis langfristig Populationstrends erkennen zu können. Aus den Daten können später Schutzmaßnahmen für Igel und Maulwurf abgeleitet werden. Der Igel steht auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands bereits in der Kategorie “Vorwarnliste”. Der Maulwurf wird noch als “ungefährdet” geführt.
Mehr Infos und Beobachtungen melden: www.igelsuche.de
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