
Die Einlösung des UN-Mottos 2026/27 durch intergenerationeller Dialog
Während das UN-Motto 2025 die aktive Gestaltungskraft älterer Menschen einforderte, setzt das neue UN-Motto 2026 (_”The Age of Longevity: Rethinking Systems for Longer Lives”_) den Fokus auf das systemische Umdenken für eine langlebige Gesellschaft. Die Strukturen, in denen wir leben, sind auch unsere Denkstrukturen, die uns oftmals nicht bewusst sind, wie zum Beispiel Vorurteile oder falsche Meinungen über das Alter und alte Menschen. Das zu ändern und Lösungen für die Herausforderungen des demografischen Wandels zu finden, das geht nur im intergenerationellen Dialog. Dabei haben die Älteren sehr viel Potenzial zu ihrer eigenen guten Zukunft beizutragen, die für viele 100 plus Jahre bedeuten können.
Event Zukunft ALTer mit Buch: alte Denkstrukturen aufbrechen & Systeme beeinflussen
Pünktlich zum 1. Oktober 2026 erscheint der Sammelband “Das Alter, wie isses so?”, als inoffizielles Buch zum 1.10.. Er versammelt Antworten nur von Autor:innen über 65. Dieses Buch ist die inhaltliche Grundlage für das neue Eventformat “Zukunft ALTER”. Kulturveranstalter, Städte, Gemeinden, NPOs und Unternehmen können ihre eigenen Themen damit verbinden und erhalten maßgeschneiderte Workshop-, Zukunfts-Werkstatt Formate, Diskussionsevents oder Ideen Labs.
Mit dem interaktiven Format ist das erklärte Ziel: Denkstrukturen bei allen Altersgruppen aufzubrechen. Auch bei den Senior:innen selber. Es geht darum, feste Klischees über das Älterwerden zu hinterfragen und ältere Menschen als wertvolles Asset in die Kommunal- und Stadtentwicklung einzuladen.
ALTer neu denken – überfällig?
Das Wort alt ist im deutschen Sprachgebrauch eher negativ besetzt. Weil Barton beitragen will, die negativen Bilder rund um das Thema Alter zu verändern, wählte sie bewusst diese Abkürzung für ihre Initiative. Die Buchstaben repräsentieren viele Möglichkeiten der Interpretation. Das entspricht dem Alter und den alten Menschen – Vielfalt. In seiner Vielfalt sollte “das Alter” in diesem neuen Zeitalter der Langlebigkeit als starke Kraft wahrgenommen und wertgeschätzt werden und mitsprechen können.
Dafür braucht es mehr und breitere Öffentlichkeit. Barton sieht sich dabei in der Tradition der großen Philosophen und Denker:innen, die sich für die Wertschätzung des Alters eingesetzt hatten. Auch sieht sie sich bestätigt durch die BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen in Deutschland), die ihre in 2025 gestartete Mitmach-Aktion “JA zum Alter” auch zum 1. Oktober 2026 fortführt.