
In rund drei Minuten arbeiten sich Führungskräfte durch sechs Themenbausteine, jeweils mit wenigen konkreten Fragen zum eigenen Alltag. Der erste Baustein, “Anwesenheitsanerkennung”, fragt zum Beispiel, ob zuverlässige Anwesenheit im Team überhaupt einmal aktiv angesprochen wird – oder ob sie als selbstverständlich gilt und deshalb nie zum Thema wird. Auch hier gibt es kein Richtig oder Falsch: Am Ende steht eine Gesamteinschätzung und, wichtiger noch, die zwei Punkte, an denen sich für die jeweilige Führungskraft am schnellsten etwas bewegen lässt.
“Meiner Erfahrung nach unterschätzen viele Führungskräfte, wie viel allein die Anerkennung von Anwesenheit bewirkt”, sagt Dr. Anne Katrin Matyssek, Gründerin von do care!®. “Wer sich für Leistung bedankt, aber nie dafür, dass jemand einfach zuverlässig da ist, sendet ungewollt das Signal: Erst die Leistung zählt. Genau solche blinden Flecken macht der Selbstcheck sichtbar – ohne dass irgendwo eine Kennzahl mitläuft.”
Der zweite Baustein, “Interesse zeigen”, geht noch einen Schritt weiter und fragt nach dem “Wie geht s”-Gespräch abseits der Arbeitsaufgabe: Wann hat eine Führungskraft zuletzt mit jemandem aus ihrem Team gesprochen, ohne dass es um Fachliches ging – und weiß sie überhaupt, was die Menschen in ihrem Team über die Arbeitsrolle hinaus bewegt? Auch hier geht es nicht um richtige Antworten, sondern darum, sich diese Fragen überhaupt einmal bewusst zu stellen.