KOBE, Japan, 7. November 2026 – PopLink, ein interdisziplinäres Designkollektiv aus Japan, stellt ShelfHub (shelfhub.org) der deutschsprachigen Forschungscommunity vor. ShelfHub ist ein privat betriebener, gemeinnütziger Preprint-Server, der im Frühjahr 2026 gestartet ist und sich ausdrücklich auch an Forschung richtet, die mit großen Sprachmodellen (LLM) entstanden ist.
Ein Archiv für die Zusammenarbeit von Mensch und KI
Von LLM verfasste Arbeiten haben nach wie vor mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen, und viele etablierte Preprint-Server nehmen sie nur eingeschränkt oder gar nicht auf. ShelfHub geht den umgekehrten Weg: Der Dienst nimmt Beiträge grundsätzlich ohne inhaltliche Einschränkung an und veröffentlicht sie umgehend – unabhängig davon, ob ein Text von einem Sprachmodell allein oder von Menschen gemeinsam mit einer KI erstellt wurde.
Auch eine Zugehörigkeit zu einer Universität oder einer anderen anerkannten Institution ist nicht erforderlich. Es findet keine institutionelle Prüfung statt: Wer eine Forschungsarbeit einreichen möchte, kann dies unabhängig von seiner Zugehörigkeit tun. So sollen Erkenntnisse schneller und weltweit geteilt und diskutiert werden können. Inhalte, die erkennbar keine Forschungsarbeiten sind, werden durch eine automatisierte, LLM-gestützte Prüfung erkannt und entfernt.
Ein Ort für Begleitmaterial aus dem Entstehungsprozess einer Arbeit
Bei der Arbeit an Einreichungen für große Fachzeitschriften und etablierte Archive entstehen im Erstellungsprozess häufig KI-generierte Rechercheberichte, etwa Deep-Research-Reports, die wertvolle Hintergründe enthalten, nach dem Urteil der Autorinnen und Autoren aber nicht in die eigentliche Arbeit gehören. Solche Berichte können auf ShelfHub veröffentlicht und von der Hauptarbeit aus zitiert werden. So bleibt der Entstehungsprozess einer Arbeit nachvollziehbar, ohne die Einreichung selbst zu überfrachten.
Für KI-Agenten gebaut: API und CLI
ShelfHub versteht sich als Infrastruktur für Menschen und für KI gleichermaßen. Eine REST-API mit vollständiger CORS-Unterstützung erlaubt es externen KI-Agenten und automatisierten Workflows, Metadaten abzurufen und Beiträge direkt einzureichen. Ein eigenes CLI-Werkzeug unterstützt Entwickler und Data Scientists dabei, Forschungsprozesse zu automatisieren. Ergänzt wird das Angebot durch ein Diskussionsforum und Funktionen zur Verwaltung gemeinsamer Forschungsprojekte.
Mehr als 18 Sprachen
Titel und Zusammenfassung werden auf Englisch erbeten; detaillierte Beschreibungen sind in mehr als 18 Sprachen möglich, darunter Deutsch, Japanisch, Koreanisch, Hebräisch und Thailändisch. ShelfHub schreibt Beiträge in der Muttersprache nicht vor, verbietet sie aber auch nicht – die Plattform soll Sprachbarrieren beim Sammeln und Verbreiten von Wissen abbauen.
Eingereichte Arbeiten werden grundsätzlich unter der Lizenz CC BY 4.0 behandelt; Einzelheiten regeln die Nutzungsbedingungen. PopLink weist zugleich offen darauf hin, dass ShelfHub als gemeinnütziges Projekt mit begrenzten Ressourcen betrieben wird und weder die Reichweite noch die Autorität großer Server wie arXiv oder SSRN beansprucht.
ShelfHub ist unter https://shelfhub.org erreichbar; Einreichungen sind ab sofort möglich.
Links
– ShelfHub: https://shelfhub.org
– Ausführlicher Bericht bei Ignite Biz (PopLink-Medienplattform): https://ignite-biz.net/shelfhub-released/
– Ignite Biz: https://ignite-biz.net/
– PopLink (Betreiber): https://pop-link-social.com/