Das ist ein echter Mehrwert, denn bislang war die Identifikation von Ersatzteilen, welche oft nur wenige Franken kosten, ein zeitaufwendiger manueller Prozess: Die Suche in Produktkatalogen dauerte zum Teil über 20 Minuten und erforderte Expertenwissen. Da die neue KI-gestützte Lösung diesen Vorgang automatisiert, spart sie wertvolle Zeit. Das ermöglicht es Service-Mitarbeitenden, sich proaktiv auf individuelle Kundenanliegen zu konzentrieren. Dies ist ein wichtiger Grundstein, um ein digitales Customer-Experience-Management im Rahmen der umfassenden Prozessdigitalisierungsstrategie zu realisieren, in der KI eine zentrale Rolle spielt.
KI sichert wertvolles Know-how und steigert Effizienz
Mithilfe der KI-Bilderkennung wird das bislang in den Köpfen einzelner Mitarbeitender vorhandene Ersatzteilwissen nun in der Cloud-Datenplattform Microsoft Dataverse zentral gespeichert und ist damit jederzeit verfügbar. Dieses Know-how bleibt somit im Unternehmen, selbst wenn ein Beschäftigter ausscheidet, was im Hinblick auf den demografischen Wandel ein großer Pluspunkt ist.
Die Part-Finder-App überzeugt zudem durch ihre einfache Handhabung. Die intuitive Bedienung sorgt für eine hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitenden, sodass die Lösung schnell in den Arbeitsalltag integriert werden konnte. Mit der Idee, Ersatzteile mithilfe von KI digital und automatisiert zu identifizieren, hatten die Verantwortlichen offene Türen eingerannt.
Schnelle Entwicklung dank enger Zusammenarbeit
Der Ausgangspunkt für die Entwicklung der App war ein Proof-of-Concept, welches ein internes Team aus Service- und IT-Mitarbeitenden durchgeführt hat. Die ORBIS Schweiz brachte als Kooperationspartner die Expertise in Azure AI und Power Platform ein und konnte dank der bereits bestehenden Zusammenarbeit mit Hawa, unter anderem aus der Implementierung von Dynamics 365 Sales und Service, direkt auf bestehende Unternehmensprozesse aufbauen. Aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen Hawa und ORBIS im Sinne der Co-Creation-Methode und der Tatsache, dass man nicht auf der grünen Wiese beginnen musste, wurde das Projekt innerhalb von nur zehn Tagen erfolgreich umgesetzt, deutlich schneller als geplant. Neben der Implementierung der App stellte ORBIS auch einen Trainings-Loop für das KI-Modell bereit und übertrug das Wissen an das Hawa-Team. Dadurch kann das Unternehmen die Lösung künftig eigenständig trainieren und weiterentwickeln.
Zukünftig sollen die von Kunden gesendeten Fotos von Ersatzteilen mithilfe von KI auch mit vorhandenen virtuellen Bildern abgeglichen werden, um die Erkennungsgenauigkeit weiter zu verbessern. Die KI-gestützte Teileerkennung ist zugleich ein wichtiger Schritt zur vollständigen Automatisierung des Prozesses von der Ersatzteilanfrage bis zur Verfügbarkeitsprüfung im ERP-System. Mit dieser Entwicklung setzt Hawa Sliding Solutions einen Meilenstein in der Service-Digitalisierung und zeigt, wie KI-Technologie in der Praxis echten Mehrwert für Unternehmen und Kunden schafft.