
Das Prinzip hinter der AFS-Methode
Die Abkürzung AFS steht für die drei zentralen Bereiche, die bei der Förderung legasthener und dyskalkuler Menschen berücksichtigt werden müssen: Aufmerksamkeit, Funktionen und Symptom.
Aufmerksamkeit: Legasthene und dyskalkule Menschen verarbeiten Informationen anders. Wenn sie mit Buchstaben oder Zahlen arbeiten, lässt ihre Aufmerksamkeit nach – nicht aus mangelnder Motivation, sondern weil ihr Gehirn anders funktioniert. Das Zusammenführen von Denk- und Handlungsprozessen beim Schreiben, Lesen und Rechnen muss daher gezielt trainiert werden.
Funktionen: Die sogenannten Basissinne – darunter optische Differenzierung, akustisches Gedächtnis und Raumorientierung – sind für das Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen entscheidend. Bei legasthenen und dyskalkulen Menschen sind diese Sinneswahrnehmungen unterschiedlich ausgeprägt. Ohne das zuverlässige Funktionieren dieser Basissinne ist fehlerfreies Arbeiten mit Buchstaben und Zahlen kaum möglich.
Symptom: Erst wenn Aufmerksamkeit und Sinneswahrnehmungen trainiert werden, macht das klassische Üben am Symptom – also die direkte Arbeit mit Buchstaben, Wörtern und Zahlen – wirklich Sinn.
Warum herkömmliche Nachhilfe oft scheitert
„Wie soll ein Kind Wörter richtig schreiben, wenn es die Laute nicht korrekt heraushören kann? Oder wie soll es die Grundrechenarten verstehen, wenn es ‚größer und ‚kleiner nicht unterscheiden kann?“, erklärt der EÖDL den grundlegenden Unterschied zur klassischen Nachhilfe. Anders als beim herkömmlichen Ansatz, bei dem einfach mehr vom Gleichen geübt wird, erkennt die AFS-Methode an, dass legasthene und dyskalkule Menschen keine „schwachen Schüler“ sind, sondern Menschen mit einer anderen Lernfähigkeit.
Wissenschaftlich fundiert und praxiserprobt
Der Förderansatz des EÖDL basiert auf vier Grundprinzipien: Er ist individuell, da jeder Mensch anders ist und es keine Einheitslösung gibt. Er ist ganzheitlich, weil alle drei Bereiche parallel trainiert werden. Er ist wissenschaftlich fundiert durch jahrzehntelange Forschung. Und er ist praxiserprobt – über 17.000 ausgebildete Trainer weltweit bestätigen die Wirksamkeit der Methode.
Wichtig zu betonen: Die AFS-Methode ist keine Therapie, sondern ein pädagogisch-didaktischer Ansatz, der auf die besonderen Bedürfnisse legasthener und dyskalkuler Menschen eingeht.
Über den EÖDL
Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie wurde 1996 gegründet und bildet seither Spezialisten für die Förderung von Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie aus. Mit über 17.000 diplomierten Trainern in 64 Ländern und der sechsfachen Auszeichnung als „Top Anbieter für Weiterbildung“ durch FOCUS-BUSINESS gehört der EÖDL zu den führenden Institutionen auf diesem Gebiet.
Weitere Informationen: www.afs-methode.com